Naturschutz in OWL wird mehr und mehr aufgeweicht

Bezirkskonferenz Naturschutz berät Freitag in der Bezirksregierung über Probleme und Chancen 

Die Bezirkskonferenz Naturschutz OWL freute sich sehr auf den Besuch von NRW-Umweltministerin Christina Schulze-Föcking anlässlich ihrer Sitzung am Freitag in Detmold. Leider musste die Ministerin jedoch kurzfristig absagen wegen der Untersuchung des Hacker-Angriffs auf ihr Privathaus. Nichtsdestoweniger sollen die akuten Probleme im OWL-Naturschutz auf den Tisch kommen. „Große Sorgen bereiten der Schwund an Artenvielfalt in der Kulturlandschaft, besonders der Insekten. Auch neuartige Wasserbelastungen , verschleppte Fließgewässerrenaturierung und  eine Verbesserung der Grundwasserqualität sind Stein des Anstoßes. Wir werden Frau Schulze-Föcking unsere Sicht der Dinge zukommen lassen und hoffen auf ein vertiefendes Gespräch in Düsseldorf,“ meint dazu Karsten Otte, Sprecher der Bezirkskonferenz.

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Mehr Flussnatur im Einklang mit Naturtourismus Flusskonferenz bildet Auftakt zur Diskussion neuer Entwicklungsperspektiven an der Oberweser

Blick vom Weser Skywalk Beverungen. Bild Schackers

Blick vom Weser Skywalk Beverungen. Bild Schackers

Die „Flusskonferenz Oberweser“, die heute im Weserberglandzentrum in Hameln stattfindet, bildet den Auftakt für ein ambitioniertes Revitalisierungsprogramm an der Oberweser, das auch den Naturtourismus und damit eine nachhaltige Regionalentwicklung befördern soll. Der Initiativkreis Oberweser als Veranstalter informiert und diskutiert über Entwicklungsperspektiven für die Oberweser und ihre Aue. „Nie war die Zeit dafür günstiger. Weiterlesen

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30 Jahre Tschernobyl

Am Dienstag, dem 26.4.2016 jährt sich zum 30. Mal der Atomunfall von Tschernobyl. Viel ist seitdem geschehen, vieles noch nicht. Dass sich eines Tages die Bundeskanzlerin, die selber Atomphysikerin ist, an die „Spitze der Anti-Atombewegung setzt“, hätte damals niemand für möglich gehalten. Dass wir bis 2022 Aussicht haben, die letzten Meiler ihrer Art vom Netz gehen zu sehen, ist auch eine Perspektive, wenn auch immer noch zu lange, und jeden Tag produzieren diese AKWs Atommüll mit unbekannter Destination… Aber dass seit Tschernobyl die Politik und die Technik einer sicheren Entsorgung der Atomabfälle noch kein Stück näher gekommen sind, ist ein Skandal – wir vererben diesen strahlenden Dreck an unsere Kinder und Kindeskinder. Weiterlesen

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20 Jahre Bezirkskonferenz Naturschutz – „Erfolgreich, aber auch konfliktreich“

Kontroverse Diskussion mit Umweltminister Remmel über Ausbau der Windkraft

Seit 1996 existiert die Bezirkskonferenz Naturschutz in OWL – ein landesweit lange Zeit einmaliges Gremium (es gibt nur eine vergleichbare Einrichtung im Regierungsbezirk Münster). Die jährlich tagende Konferenz wurde gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen ehren-und hauptamtlichen Vertretern des Natur- und Landschaftschutzes in der Region zu stärken. Als Sprecher ist seit vielen Jahren Karsten Otte aktiv, Obstbauer aus dem Kreis Herford. Die Geschäftsführung liegt bei der Bezirksregierung, deren Chefin die Tagung mit den Worten „20 Jahre Bezirkskonferenz Naturschutz waren konfliktreich – aber auch erfolgreich!“ eröffnete. Ihre Anwesenheit über den gesamten Verlauf der Veranstaltung und der Besuch des Ministers aus Düsseldorf  noch am späteren Abend zeigt die Wertschätzung dieses breit aufgestellten Gremiums. Weiterlesen

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Windkraft vs Artenschutz

Zur Vertiefung des „Windkraft vs. Artenschutz“-Themas unserer Bezirkskonferenz Naturschutz vom Freitag bitte ich um Beachtung einer Reportage über die Verfolgung von Seeadlern in Norddeutschland, die SpiegelTV ins Netz gestellt.

http://www.spiegel.de/video/video-1665150.html

Ggf. muss das Video entsperrt werden.

Karsten Otte

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Presseerklärung der Bezirkskonferenz Naturschutz

Umweltminister Remmel besucht Bezirkskonferenz Naturschutz / Naturschützer fürchten um Schutzgebiete in OWL und kritisieren Aufweichung der Gesetze Die Bezirkskonferenz Naturschutz OWL freut sich sehr auf den Besuch von NRW-Umweltminister Johannes Remmel anlässlich ihrer Sitzung am Freitag in Detmold. Die Konferenz fordert den Minister und die Landesregierung aber gleichzeitig dazu auf, die Naturschutzgebiete in Ostwestfalen-Lippe konsequenter zu schützen. Dies geschieht bisher unzureichend, sagt der Sprecher der Bezirkskonferenz, Karsten Otte: „Auch muss der Entwurf des Landesnaturschutzgesetz es in NRW in einigen Punkten pro mehr Naturschutz reformiert werden.“ Weiterlesen

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Stellungnahme zur Neuaufstellung des LEP NRW, Ziel 10.3-4 Fracking-Verbot bei Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen in Schiefer-, Sandstein-und Kohleflözlagerstätten

Ergänzend zu der Stellungnahme des Landesbüros der Naturschutzverbände in Oberhausen, der wir uns vollinhaltlich anschließen, geben wir als Bezirkskonferenz der Naturschutz-verbände im Regierungsbezirk Detmold aus der Sicht unseres Landesteils Ostwestfalen zum Ziel 10.3-4 zum Thema Fracking die nachfolgende Stellungnahme ab.
Wir begrüßen es außerordentlich, dass Sie der Kritik an dem ersten Entwurf des LEP gefolgt sind, die u. a. von unseren Verbänden und insbesondere auch von der Arbeitsgemeinschaft der Paderborner Natur-und Umweltschutzverbände mit beinahe 30.000 Unterschriften geäußert wurde und ein Frackingverbot für Aufsuchung und Förderung von Schiefer-und Kohleflözgas in unserem Bundesland formuliert haben.
Gerade unser Landesteil OWL als Touristik-und Gesundheitsregion mit seinen vielen Kur-und Heilbädern und wertvollen Mineralquellen würde durch den Einsatz der Fracking-Technik zur Förderung von Kohlenwasserstoffen großen Schaden nehmen. Abgesehen von der Gefährdung von den wertvollenRessourcen an Grund-, Trink–, Heil-und Mineralwasser würden auch die entstehenden Raumkonflikte für unsere ostwestfälische Erholungs-und Gesundheitsregion eine große wirtschaftliche Gefährdung darstellen.
Auf Grund dieser besonderen Gefährdung unseres Raumes durch Fracking fordern wir, den Ausschluss von Fracking nicht allein auf die Aufsuchung und Förderung von Erdgas durch Fracking zu beschränken, sondern auch Erdöl mit einzubeziehen, denn dafür bestehen vergleichbare Probleme und Risiken. Hierfür müsste im LEP an den entsprechenden Stellen der Begriff „Erdgas“ durch das Wort „Kohlenwasserstoffe“ ersetzt werden. Weiterlesen

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Umfrage von Altstandorten und Leerständen im Kreis Gütersloh

2015 haben die Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr“ der Böden erklärt. Da auch in unserer Region die Bodenversiegelung unvermindert fortschreitet, haben dies die „Stiftung für die Natur Ravensberg“ und die „Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz im Kreis Gütersloh“ zum Anlass genommen, im Juni 2015 eine „Umfrage Altstandorte und Leerstände“ zu starten. Sie wurde an alle Kommunen des Kreises Gütersloh verschickt. Darin sind die Kommunen u. a. um konkrete Angaben über Brachen, Altstandorte und Leerstände und ihre realisierte Wiedernutzung wie auch um konkrete Planungen zur späteren Verwirklichung gebeten worden. (Siehe Anlage)

Dazu Marion Ernsting: „ Mit unserer Umfrage wollen wir gelungene Beispiele nachhaltiger Nutzung von Altstandorten und Leerständen öffentlich anerkennen.“ Weiterlesen

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Bundesverkehrswegeplan 2015 setzt auf neuen Beton 190 km Fernstraßen in OWL // Kosten für A 33 haben sich vervielfacht

Steinhagen. // Im Frühjahr 2016 soll der Kabinettsentwurf des Bundesverkehrswegeplanes
BVWP 2015 vorliegen. Aber schon jetzt ist klar: Minister Alexander Dobrindt setzt auf mehr Beton. Für Lückenschlüsse bei Bundesstraßen und Autobahnen gibt es 1,7 Milliarden €, außerdem 700 Millionen € für Neubauten und 500 Millionen € für Reparaturen. „Das geht vollkommen an der Wirklichkeit vorbei“, kritisiert Marion Ernsting, Sprecherin des „OWL-Bündnisses gegen überflüssigen Straßenbau“. „Das hat nichts mit nachhaltiger Mobilität zu tun und entspricht nicht den Zielen des BVWP ¹. Der Flächenfraß geht also weiter. Steuergelder in Milliardenhöhe werden fehlgeleitet. Immer wieder wurden Sanierungsmittel ² zugunsten von Neu- und Ausbauprojekten eingesetzt, recherchierte die „Daehre Kommission“. Weiterlesen

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20 Minuten schneller zwischen Münster und Bielefeld LNU/GNU fordern den Ausbau der Bahnstrecke Rheda – Münster

Gütersloh/Steinhagen
Die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e.V. (LNU)
und die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU) im
Kreis Gütersloh fordern von der Politik mehr Anstrengungen für einen schnellen weiteren Ausbau der Bahnstrecke zwischen Rheda und Münster. „Damit könnten die Fahrzeiten zwischen den Oberzentren Bielefeld und Münster nach Berechnungen der LNU/GNU um rund 20 Minuten verringert und viele neue Fahrgäste gewonnen werden“, sagt LNU-Sprecherin Marion Ernsting. Die Strecke wäre endlich konkurrenzfähig gegenüber der parallel verlaufenden Bundesstraße B 51/64.

Bisher ist die Strecke wegen der vielen Bahnübergänge zum überwiegenden Teil nur für eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Lediglich zwischen Warendorf und Beelen dürfen die Züge seit einigen Jahren mit Tempo 100 fahren. Die Fahrt zwischen Bielefeld und Münster dauert daher etwa 90 Minuten. Wenn die Bahnlinie jedoch auf drei Streckenteilen mit einer Gesamtlänge von knapp 31 Kilometern ausgebaut würde, verringerte sich die Fahrzeit auf 70 Minuten. Die Strecke würde zur schnellsten Verbindung zwischen Bielefeld und Münster. So hat es Verkehrsingenieur Stephan Schröder für die LNU/GNU berechnet. Mit dem Auto dauert die Fahrt mindestens 80 Minuten – bei freier Strecke.
Die LNU/GNU schlagen den Ausbau der Streckenteile zwischen Herzebrock und Beelen sowie Warendorf und Telgte (22 km) auf 100 km/h vor. Ein Teilstück zwischen Telgte und Münster (9 km) sollte auf 80 km/h ausgebaut werden. Notwendig wäre dafür vor allem die Aufhebung oder Sicherung mit Schrankenanlagen der zahlreichen Bahnübergänge. Diese Maßnahme wäre allein aus Gründen der Sicherheit angebracht – und aus Gründen des Lärmschutzes, denn derzeit müssen die Züge an fast jedem Übergang pfeifen – allein zwischen Warendorf und Telgte über 50 mal.

Durch die verkürzte Fahrzeit würde an Stelle der Zugkreuzungen in Beelen und Telgte eine einzige in Warendorf treten, was eine höhere Fahrplansicherheit schaffe. Profitieren würde auch das Bahnunternehmen (derzeit die Eurobahn), das einen Zug im Umlauf einsparen könnte.

Auch hinsichtlich der Kosten sieht die LNU/GNU keine unüberwindbaren Probleme, denn es müsse ohnehin etwas getan werden: „Es ist unstrittig, dass die B64 entlastet werden muss – doch der richtige Weg ist nicht
der Bau neuer Straßen, der neuen Autoverkehr erzeugt, sondern der Ausbau der Bahn auf einen zeitgemäßen Standard“.

Nähere Informationen: Marion Ernsting, 05204/3976 oder 0160/2905419 (LNU)
Lüdeke Horn, 05201/1587954, oder 0152/21829260,
Verkehrsingenieur Stephan Schröder, 0521/3274601 oder 0179/3542791

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