{"id":945,"date":"2026-10-06T20:44:31","date_gmt":"2026-10-06T19:44:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bezirkskonferenz-naturschutz.de\/?p=945"},"modified":"2026-10-06T20:45:10","modified_gmt":"2026-10-06T19:45:10","slug":"pressemitteilung-der-bezirkskonferenz-naturschutz-owl-zu-den-plaenen-fuer-wildnisentwicklungsgebiete-im-egge-staatsforst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bezirkskonferenz-naturschutz.de\/?p=945","title":{"rendered":"Pressemitteilung der Bezirkskonferenz Naturschutz OWL  zu den Pl\u00e4nen f\u00fcr Wildnisentwicklungsgebiete im Egge-Staatsforst"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eEin kleiner Schritt in die richtige Richtung\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Bezirkskonferenz Naturschutz OWL als Plattform des regionalen Naturschutzes begr\u00fc\u00dft die Pl\u00e4ne der Landesregierung NRW au\u00dferordentlich einen Teil des 5000ha-Wildnisprogramms auch im OWL-Staatsforst umzusetzen. Nach der Biodiversit\u00e4ts-Strategie des Bundes h\u00e4tte NRW bereits deutlich mehr Fl\u00e4chen aus der Nutzung nehmen m\u00fcssen, denn von den 2% der Landesfl\u00e4che ist bislang nur ein Zehntel verwirklicht worden. \u201eDeshalb kann dies nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sein, es ist noch ein langer Weg zu gehen,\u201c meint dazu Sprecher Karsten Otte. Wildnisentwicklungsgebiete sind Teil des \u201eAktionsprogramms Nat\u00fcrlicher Klimaschutz\u201c der Bundesregierung, das hier durch Ma\u00dfnahmen der Landesregierung unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>\u201eWir brauchen mehr Gebiete, in denen Natur Natur sein kann, B\u00e4ume ihr nat\u00fcrliches Alter erreichen und einer Vielzahl von spezialisierten Lebewesen auch in ihrem Nachleben noch einen Lebensraum geben\u201c, meint dazu Brigitte Scheuer, stellv. Sprecherin der Bezirkskonferenz Naturschutz OWL. Zudem wird in solchen W\u00e4ldern viel mehr Kohlenstoff gespeichert als in Wirtschaftsw\u00e4ldern mit ihren kurzlebigen Nutzholzplantagen \u2013 eine Ma\u00dfnahme gegen die Klimaerw\u00e4rmung.<\/p>\n<p>Unverst\u00e4ndnis erregt aufgekommener Protest gegen die geplanten Wildnisentwicklungsfl\u00e4chen in Teilen der Egge. \u201eDer Staatswald in der Egge ist das Eigentum des Landes NRW, damit seiner 18 Millionen B\u00fcrger und nicht der Spielball einiger Anwohner, einige davon m\u00f6glicherweise auch mit wirtschaftlichen Eigeninteressen im \u00f6ffentlichen Wald,\u201c ist Karsten Ottes Meinung. \u201eWo bleibt da der Respekt vor dem Eigentum?\u201c Die Landesregierung NRW setzt mit den neuen Wildnisentwicklungsgebieten keine neuen Naturschutzverfahren in Gang, sondern ver\u00e4ndert lediglich im Rahmen ihres Eigentums den Hiebssatz auf einigen Teilfl\u00e4chen ihres Waldbesitzes auf Null, w\u00e4hrend im Gro\u00dfteil des Staatswaldes weiterhin Holz eingeschlagen wird. Das ist ihr gutes Recht als Waldbesitzerin treuh\u00e4nderisch f\u00fcr uns alle, diese Fl\u00e4chen aus der Nutzung zu nehmen, und dient der F\u00f6rderung von fast ausgestorbenen Wald\u00f6kosystemen, der Wasserhaltefunktion des Waldes und dem Klimaschutz.<\/p>\n<p>Bisher ohne sichtbares Ergebnis ist nach Auffassung der Bezirkskonferenz Naturschutz das kommunale Engagement f\u00fcr mehr Naturschutz im Wald verlaufen. Von dem vorgeschlagenen \u201eNaturpark plus\u201c fehle bislang jegliche inhaltliche Ausgestaltung, trotz aller Kooperationsangebote des ehrenamtlichen Naturschutzes. \u201eUm sich nicht dem Verdacht auszusetzen, hier eine Nebelkerze gez\u00fcndet zu haben, sind die Kreise und Gemeinden aufgefordert, die Pl\u00e4ne der Landesregierung f\u00fcr neue Wildnisentwicklungsgebiete in der Egge ebenfalls zu unterst\u00fctzen. Denn was passt besser in das Konzept eines \u201eNaturpark plus\u201c? \u201c ist sich Otte sicher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEin kleiner Schritt in die richtige Richtung\u201c Die Bezirkskonferenz Naturschutz OWL als Plattform des regionalen Naturschutzes begr\u00fc\u00dft die Pl\u00e4ne der Landesregierung NRW au\u00dferordentlich einen Teil des 5000ha-Wildnisprogramms auch im OWL-Staatsforst umzusetzen. 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