20 Jahre Bezirkskonferenz Naturschutz – „Erfolgreich, aber auch konfliktreich“

Kontroverse Diskussion mit Umweltminister Remmel über Ausbau der Windkraft

Seit 1996 existiert die Bezirkskonferenz Naturschutz in OWL – ein landesweit lange Zeit einmaliges Gremium (es gibt nur eine vergleichbare Einrichtung im Regierungsbezirk Münster). Die jährlich tagende Konferenz wurde gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen ehren-und hauptamtlichen Vertretern des Natur- und Landschaftschutzes in der Region zu stärken. Als Sprecher ist seit vielen Jahren Karsten Otte aktiv, Obstbauer aus dem Kreis Herford. Die Geschäftsführung liegt bei der Bezirksregierung, deren Chefin die Tagung mit den Worten „20 Jahre Bezirkskonferenz Naturschutz waren konfliktreich – aber auch erfolgreich!“ eröffnete. Ihre Anwesenheit über den gesamten Verlauf der Veranstaltung und der Besuch des Ministers aus Düsseldorf  noch am späteren Abend zeigt die Wertschätzung dieses breit aufgestellten Gremiums. Weiterlesen

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Windkraft vs Artenschutz

Zur Vertiefung des „Windkraft vs. Artenschutz“-Themas unserer Bezirkskonferenz Naturschutz vom Freitag bitte ich um Beachtung einer Reportage über die Verfolgung von Seeadlern in Norddeutschland, die SpiegelTV ins Netz gestellt.

http://www.spiegel.de/video/video-1665150.html

Ggf. muss das Video entsperrt werden.

Karsten Otte

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Presseerklärung der Bezirkskonferenz Naturschutz

Umweltminister Remmel besucht Bezirkskonferenz Naturschutz / Naturschützer fürchten um Schutzgebiete in OWL und kritisieren Aufweichung der Gesetze Die Bezirkskonferenz Naturschutz OWL freut sich sehr auf den Besuch von NRW-Umweltminister Johannes Remmel anlässlich ihrer Sitzung am Freitag in Detmold. Die Konferenz fordert den Minister und die Landesregierung aber gleichzeitig dazu auf, die Naturschutzgebiete in Ostwestfalen-Lippe konsequenter zu schützen. Dies geschieht bisher unzureichend, sagt der Sprecher der Bezirkskonferenz, Karsten Otte: „Auch muss der Entwurf des Landesnaturschutzgesetz es in NRW in einigen Punkten pro mehr Naturschutz reformiert werden.“ Weiterlesen

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Stellungnahme zur Neuaufstellung des LEP NRW, Ziel 10.3-4 Fracking-Verbot bei Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen in Schiefer-, Sandstein-und Kohleflözlagerstätten

Ergänzend zu der Stellungnahme des Landesbüros der Naturschutzverbände in Oberhausen, der wir uns vollinhaltlich anschließen, geben wir als Bezirkskonferenz der Naturschutz-verbände im Regierungsbezirk Detmold aus der Sicht unseres Landesteils Ostwestfalen zum Ziel 10.3-4 zum Thema Fracking die nachfolgende Stellungnahme ab.
Wir begrüßen es außerordentlich, dass Sie der Kritik an dem ersten Entwurf des LEP gefolgt sind, die u. a. von unseren Verbänden und insbesondere auch von der Arbeitsgemeinschaft der Paderborner Natur-und Umweltschutzverbände mit beinahe 30.000 Unterschriften geäußert wurde und ein Frackingverbot für Aufsuchung und Förderung von Schiefer-und Kohleflözgas in unserem Bundesland formuliert haben.
Gerade unser Landesteil OWL als Touristik-und Gesundheitsregion mit seinen vielen Kur-und Heilbädern und wertvollen Mineralquellen würde durch den Einsatz der Fracking-Technik zur Förderung von Kohlenwasserstoffen großen Schaden nehmen. Abgesehen von der Gefährdung von den wertvollenRessourcen an Grund-, Trink–, Heil-und Mineralwasser würden auch die entstehenden Raumkonflikte für unsere ostwestfälische Erholungs-und Gesundheitsregion eine große wirtschaftliche Gefährdung darstellen.
Auf Grund dieser besonderen Gefährdung unseres Raumes durch Fracking fordern wir, den Ausschluss von Fracking nicht allein auf die Aufsuchung und Förderung von Erdgas durch Fracking zu beschränken, sondern auch Erdöl mit einzubeziehen, denn dafür bestehen vergleichbare Probleme und Risiken. Hierfür müsste im LEP an den entsprechenden Stellen der Begriff „Erdgas“ durch das Wort „Kohlenwasserstoffe“ ersetzt werden. Weiterlesen

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Umfrage von Altstandorten und Leerständen im Kreis Gütersloh

2015 haben die Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr“ der Böden erklärt. Da auch in unserer Region die Bodenversiegelung unvermindert fortschreitet, haben dies die „Stiftung für die Natur Ravensberg“ und die „Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz im Kreis Gütersloh“ zum Anlass genommen, im Juni 2015 eine „Umfrage Altstandorte und Leerstände“ zu starten. Sie wurde an alle Kommunen des Kreises Gütersloh verschickt. Darin sind die Kommunen u. a. um konkrete Angaben über Brachen, Altstandorte und Leerstände und ihre realisierte Wiedernutzung wie auch um konkrete Planungen zur späteren Verwirklichung gebeten worden. (Siehe Anlage)

Dazu Marion Ernsting: „ Mit unserer Umfrage wollen wir gelungene Beispiele nachhaltiger Nutzung von Altstandorten und Leerständen öffentlich anerkennen.“ Weiterlesen

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Bundesverkehrswegeplan 2015 setzt auf neuen Beton 190 km Fernstraßen in OWL // Kosten für A 33 haben sich vervielfacht

Steinhagen. // Im Frühjahr 2016 soll der Kabinettsentwurf des Bundesverkehrswegeplanes
BVWP 2015 vorliegen. Aber schon jetzt ist klar: Minister Alexander Dobrindt setzt auf mehr Beton. Für Lückenschlüsse bei Bundesstraßen und Autobahnen gibt es 1,7 Milliarden €, außerdem 700 Millionen € für Neubauten und 500 Millionen € für Reparaturen. „Das geht vollkommen an der Wirklichkeit vorbei“, kritisiert Marion Ernsting, Sprecherin des „OWL-Bündnisses gegen überflüssigen Straßenbau“. „Das hat nichts mit nachhaltiger Mobilität zu tun und entspricht nicht den Zielen des BVWP ¹. Der Flächenfraß geht also weiter. Steuergelder in Milliardenhöhe werden fehlgeleitet. Immer wieder wurden Sanierungsmittel ² zugunsten von Neu- und Ausbauprojekten eingesetzt, recherchierte die „Daehre Kommission“. Weiterlesen

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20 Minuten schneller zwischen Münster und Bielefeld LNU/GNU fordern den Ausbau der Bahnstrecke Rheda – Münster

Gütersloh/Steinhagen
Die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e.V. (LNU)
und die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU) im
Kreis Gütersloh fordern von der Politik mehr Anstrengungen für einen schnellen weiteren Ausbau der Bahnstrecke zwischen Rheda und Münster. „Damit könnten die Fahrzeiten zwischen den Oberzentren Bielefeld und Münster nach Berechnungen der LNU/GNU um rund 20 Minuten verringert und viele neue Fahrgäste gewonnen werden“, sagt LNU-Sprecherin Marion Ernsting. Die Strecke wäre endlich konkurrenzfähig gegenüber der parallel verlaufenden Bundesstraße B 51/64.

Bisher ist die Strecke wegen der vielen Bahnübergänge zum überwiegenden Teil nur für eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Lediglich zwischen Warendorf und Beelen dürfen die Züge seit einigen Jahren mit Tempo 100 fahren. Die Fahrt zwischen Bielefeld und Münster dauert daher etwa 90 Minuten. Wenn die Bahnlinie jedoch auf drei Streckenteilen mit einer Gesamtlänge von knapp 31 Kilometern ausgebaut würde, verringerte sich die Fahrzeit auf 70 Minuten. Die Strecke würde zur schnellsten Verbindung zwischen Bielefeld und Münster. So hat es Verkehrsingenieur Stephan Schröder für die LNU/GNU berechnet. Mit dem Auto dauert die Fahrt mindestens 80 Minuten – bei freier Strecke.
Die LNU/GNU schlagen den Ausbau der Streckenteile zwischen Herzebrock und Beelen sowie Warendorf und Telgte (22 km) auf 100 km/h vor. Ein Teilstück zwischen Telgte und Münster (9 km) sollte auf 80 km/h ausgebaut werden. Notwendig wäre dafür vor allem die Aufhebung oder Sicherung mit Schrankenanlagen der zahlreichen Bahnübergänge. Diese Maßnahme wäre allein aus Gründen der Sicherheit angebracht – und aus Gründen des Lärmschutzes, denn derzeit müssen die Züge an fast jedem Übergang pfeifen – allein zwischen Warendorf und Telgte über 50 mal.

Durch die verkürzte Fahrzeit würde an Stelle der Zugkreuzungen in Beelen und Telgte eine einzige in Warendorf treten, was eine höhere Fahrplansicherheit schaffe. Profitieren würde auch das Bahnunternehmen (derzeit die Eurobahn), das einen Zug im Umlauf einsparen könnte.

Auch hinsichtlich der Kosten sieht die LNU/GNU keine unüberwindbaren Probleme, denn es müsse ohnehin etwas getan werden: „Es ist unstrittig, dass die B64 entlastet werden muss – doch der richtige Weg ist nicht
der Bau neuer Straßen, der neuen Autoverkehr erzeugt, sondern der Ausbau der Bahn auf einen zeitgemäßen Standard“.

Nähere Informationen: Marion Ernsting, 05204/3976 oder 0160/2905419 (LNU)
Lüdeke Horn, 05201/1587954, oder 0152/21829260,
Verkehrsingenieur Stephan Schröder, 0521/3274601 oder 0179/3542791

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Verkehr muss,,verringert werden – nicht nur umgeleitet

*_„Stau im Kopf“ beseitigen: Verkehr muss _*

*_verringert werden – nicht nur umgeleitet_*

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*OWL-Bündnis sieht grundsätzliche Fehler im politischen Denken – Luftreinhalteplan Halle Paradebeispiel*

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*Bielefeld. Der Luftreinhalteplan Halle ist ein Paradebeispiel dafür, dass die Verkehrspolitik noch immer mit Vollgas vor die Wand fährt. „LKW-Verkehr wird nicht verringert, sondern nur umgeleitet – vor die nächsten Haustüren von anderen empörten Bürgern“, kritisiert Marion Ernsting aus Steinhagen. Die Sprecherin des „OWL-Bündnis gegen überflüssigen Verkehr“ fordert deshalb im Namen von 26 regionalen Bürgerinitiativen und Verbänden eine grundsätzliche Kehrtwende in der Verkehrspolitik.*

Die Verkehrspolitik von heute erinnert Marion Ernsting immer noch fatal an die Umweltpolitik von gestern: „Vor 30 Jahren wurden keine Fabrik-Abgase gefiltert, sondern einfach höhere Schornsteine gebaut.“ Für die heutige Generation klinge das nur noch wie ein schlechter Witz. Beim Verkehr werde aber nach wie vor lieber verteilt als reduziert – auch wenn das den Bau von immer mehr Straßen bedeutet. So hätten bei der B 68 Politiker von Halle bis Berlin jahrzehntelang vernünftige Lösungen abgelehnt und unbelehrbar auf den „hohen Schornstein A 33“ gesetzt: „Und sie tun es noch immer.“

Jetzt erzwinge der Luftreinhalteplan schnelle und unbequeme Lösungen mit verheerenden Auswirkungen. Die Verteilung von mehreren tausend LKW auf andere Straßen entfache eine Verkehrswelle mit ganz eigener Dynamik: „Die Welle schwappt aus Halle weiträumig über den Nordwesten von OWL. In Bielefeld-Dornberg und Ummeln, in Gütersloh, Werther und Steinhagen gehen Bürger und Kommunen bereits auf die Barrikaden, weil die Ausweichstrecken ihnen zusätzlichen Verkehr aufbürden.“ Damit wachse die Gefahr, dass sich die Kettenreaktion Straßenbau fortsetzt, weil die Verkehrswelle eine Protestwelle hervorruft: „Auch dort werden die Menschen nach neuen Entlastungsstraßen rufen – und mit ihnen erfahrungsgemäß bald auch die Politiker.“

Dabei wäre die richtige Antwort keine neue Straße, sondern eine Bremse für den rapide steigenden LKW-Verkehr und „für den Wahnsinn, immer mehr Produkte auf der Straße kreuz und quer durch ganz Europa zu verfrachten.“

Dazu müsse man allerdings erst mühsam in der Öffentlichkeit einen „Stau im Kopf“ beseitigen.

Die 26 OWL-Initiativen hatten sich vor einem Jahr zusammengeschlossen und den Verzicht auf zahlreiche neue Straßenbauten in der Region gefordert. Dafür habe das OWL-Bündnis als unbequemer Kritiker des Straßenbauwahns viel Prügel eingesteckt – „aus der Politik genauso wie von anderen örtlichen Bürgerinitiativen, die sich nur gegen den Verkehr direkt vor ihrer eigenen Haustür wehren.“ Marion Ernsting kann sich darüber nur wundern: „Die müssten doch eigentlich auf unserer Seite stehen. Denn wir wehren uns gegen überflüssigen Verkehr insgesamt – vor allen Haustüren.“

Inzwischen wird dieses andere Denken in der Verkehrspolitik allmählich zu einer breiteren Bürgerbewegung. Vor wenigen Tagen gründete sich in Würzburg das neue bundesweite Netzwerk „Verkehr mit Sinn“ mit über 200 Bürgerinitiativen, Umwelt-, Verkehrsverbänden und Heimatvereinen. Ihre Kernforderung: Die Zukunft braucht eine andere Mobilität als bisher – Verkehrspolitik darf sich deshalb nicht immer nur im Bau weiterer Straßen erschöpfen. Das OWL-Bündnis hat dieses Netzwerk mit aus der Taufe gehoben und ist mit 26 Initiativen einer der stärksten Partner bundesweit. „Wir werden uns Gehör verschaffen“, verspricht die Steinhagener Sprecherin.

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