20 Minuten schneller zwischen Münster und Bielefeld LNU/GNU fordern den Ausbau der Bahnstrecke Rheda – Münster

Gütersloh/Steinhagen
Die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e.V. (LNU)
und die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU) im
Kreis Gütersloh fordern von der Politik mehr Anstrengungen für einen schnellen weiteren Ausbau der Bahnstrecke zwischen Rheda und Münster. „Damit könnten die Fahrzeiten zwischen den Oberzentren Bielefeld und Münster nach Berechnungen der LNU/GNU um rund 20 Minuten verringert und viele neue Fahrgäste gewonnen werden“, sagt LNU-Sprecherin Marion Ernsting. Die Strecke wäre endlich konkurrenzfähig gegenüber der parallel verlaufenden Bundesstraße B 51/64.

Bisher ist die Strecke wegen der vielen Bahnübergänge zum überwiegenden Teil nur für eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Lediglich zwischen Warendorf und Beelen dürfen die Züge seit einigen Jahren mit Tempo 100 fahren. Die Fahrt zwischen Bielefeld und Münster dauert daher etwa 90 Minuten. Wenn die Bahnlinie jedoch auf drei Streckenteilen mit einer Gesamtlänge von knapp 31 Kilometern ausgebaut würde, verringerte sich die Fahrzeit auf 70 Minuten. Die Strecke würde zur schnellsten Verbindung zwischen Bielefeld und Münster. So hat es Verkehrsingenieur Stephan Schröder für die LNU/GNU berechnet. Mit dem Auto dauert die Fahrt mindestens 80 Minuten – bei freier Strecke.
Die LNU/GNU schlagen den Ausbau der Streckenteile zwischen Herzebrock und Beelen sowie Warendorf und Telgte (22 km) auf 100 km/h vor. Ein Teilstück zwischen Telgte und Münster (9 km) sollte auf 80 km/h ausgebaut werden. Notwendig wäre dafür vor allem die Aufhebung oder Sicherung mit Schrankenanlagen der zahlreichen Bahnübergänge. Diese Maßnahme wäre allein aus Gründen der Sicherheit angebracht – und aus Gründen des Lärmschutzes, denn derzeit müssen die Züge an fast jedem Übergang pfeifen – allein zwischen Warendorf und Telgte über 50 mal.

Durch die verkürzte Fahrzeit würde an Stelle der Zugkreuzungen in Beelen und Telgte eine einzige in Warendorf treten, was eine höhere Fahrplansicherheit schaffe. Profitieren würde auch das Bahnunternehmen (derzeit die Eurobahn), das einen Zug im Umlauf einsparen könnte.

Auch hinsichtlich der Kosten sieht die LNU/GNU keine unüberwindbaren Probleme, denn es müsse ohnehin etwas getan werden: „Es ist unstrittig, dass die B64 entlastet werden muss – doch der richtige Weg ist nicht
der Bau neuer Straßen, der neuen Autoverkehr erzeugt, sondern der Ausbau der Bahn auf einen zeitgemäßen Standard“.

Nähere Informationen: Marion Ernsting, 05204/3976 oder 0160/2905419 (LNU)
Lüdeke Horn, 05201/1587954, oder 0152/21829260,
Verkehrsingenieur Stephan Schröder, 0521/3274601 oder 0179/3542791

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